Bio­di­ver­si­tät & Wald

Die weltweite Abholzung – nicht nur der Regenwälder – hat eine drastische Verringerung der Biodiversität unserer Erde zur Folge. Insbesondere die Abholzung der Regenwälder hat dabei einen direkten Effekt auf die Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung.

Schlüs­sel­rol­le in der nach­hal­ti­gen Nut­zung von Wald und Na­tur:

  • Aufgrund traditioneller Rollenverteilung und geschlechterspezifischen Unterschieden im Zugang zu und in der Kontrolle über Land sind Frauen und Mädchen in vielen Teilen der Welt davon besonders betroffen. Sie sind als Haushaltsverantwortliche stark angewiesen auf die natürlichen Ressourcen ihrer direkten Umgebung, sei es zur Wasserversorgung, bei der Beschaffung von Holz für Feuer und als häusliches Arbeitsmaterial oder beim Zugang zu Pflanzen als Nahrungs- und Heilmittel.
  • Mit schwindenden Natur- und Waldbeständen wird der Zugang zu den wichtigen Ressourcen immer knapper und die damit verbundenen Aufwände immer größer.
  • Gerade aufgrund dieser geschlechterspezifischen Unterschiede haben Frauen eine Schlüsselrolle in der nachhaltigen Nutzung und dem Erhalt von Wald und Natur. Um die Biodiversität der Erde zu schützen ist es deshalb nicht nur wichtig, lokale und indigene Gemeinschaften – also die Menschen vor Ort, die im direkten Kontakt zum Wald und zur Natur stehen – in die Klimapolitik miteinzubeziehen, sondern auch gleichzeitig die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern.
  • Landesitzerinnen
  • Landbesitzer

Weltweit sind z. B. nur 13,8 Prozent aller Landbesitzer:innen Frauen, obwohl sie den Großteil der Beschäftigten im Bereich Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei ausmachen x .

Indigene Völker stellen weniger als fünf Prozent der Weltbevölkerung, schützen aber 80 Prozent der globalen Biodiversität. x Gerade indigene Frauen, deren traditionelle Lebensgrundlage von diesen Ressourcen abhängt, haben das Wissen, die Biodiversität effektiv zu erhalten. Der Zugang zu Land und Ressourcen und die Beteiligung an Entscheidungsprozessen für indigene Völker ist gerade für Frauen ein Schlüssel, um ihre Beiträge zur nachhaltigen Landnutzung und -bewirtschaftung als Lösungen für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten. Projekte, die diese Faktoren integrieren, sind daher nicht nur wirksamer und ausgewogener; sie stärken auch die soziale Bildung von Gemeinschaften.

Fußnoten

  1. Quelle: UN Women (2019): Progress on the Sustainable Development Goals – The Gender Snapshot, S. 18.
  2. Quelle: BMZ Factsheet, Link: http://www.bmz.de/de/zentrales_downloadarchiv/themen_und_schwerpunkte/klimaschutz/01_factsheets/BMZ_Indigene_Klimaschutz_de.pdf